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Familienzentrum Bodelschwingh
Bodelschwinghstr. 17, 32657 Lemgo
Telefon: 05261 71640

Leitung:
Daniela Westhoff

Geschichte

Geschichte des Bodelschwingh-Kindergartens

1971 als dreigruppiger Regelkindergarten erbaut und am 25. Okt. 1971 eingeweiht. 126 Kinder besuchen den Kindergarten, 78 Kinder vormittags und 48 Kinder an den Nachmittagen. Betreut werden die Kinder von zwei Kindergärtnerinnen, einer Kinderpflegerin und zwei Praktikantinnen.
Ursula Wickert leitet die Einrichtung von 1971 bis 1988. Durch die Bildungsreform (ausgelöst durch den so genannten Sputnikschock) wird in den 7oer Jahren das schulvorbereitende Lernen in der Kindergartenerziehung in den Vordergrund gestellt. “Didaktische Spiele” (Lernspiele),  “Logische Blöcke” (Einstieg in die Mengenlehre) und Sprachtrainingsmappen gehören zum Kindergartenalltag.

Nordrhein-Westfalen erhält das erste Kindergartengesetz.

1988 aus gesundheitlichen Gründen übergibt Frau Wickert die Leitung an Ilse Klar. Gesellschaftliche und politische Veränderungenwirken sich auch im Kindergarten aus. Der Zuzug von Spätaussiedlern beginnt sich zu verstärken, die Zahl der Asylsuchenden steigt, die Frauen kehren verstärkt ins Berufsleben zurück, es gibt immer mehr allein erziehende Eltern, die Zahl der Scheidungskinder steigt rapide. Durch die veränderte Altersstruktur kommen nur noch wenige Kinder aus dem ländlich geprägten Laubker Wohngebiet, während die Kinderzahlen im Wohngebiet Biesterberg mit Hochhäusern und Wohnblöcken stark ansteigen. Die Laubker Schule wird zum Übergangswohnheim für Spätaussiedler und Asylanten, gleichzeitig entstehen weitere Übergangswohnheime in unmittelbarer Nachbarschaft des Kindergartens. Die Wohn- und Freiräume der Kinder werden enger und knapper. Der soziale Sprengstoff erfordert eine einfühlsame, intensive und individuelle Familienarbeit und engen Kooperation mit Jugendamt, Schule, Gesundheitsbehörden, Politikern, Polizei und Vereinen.

1990 – 1993 Bebauung Kolpingstr.
1991 Der Kindergarten feiert sein zwanzigjähriges Jubiläum. Durch den starken Anstieg der Kinderzahlen wird eine vierte Gruppe erforderlich. Mit dem Anbau der Tagesstättengruppe wird begonnen, gleichzeitig wird die Übermittagbetreuung für zunächst 9 Kinder angeboten.
1991 -1992 Englische Siedlungen am Biesterberg werden frei, überwiegend Russlanddeutsche ziehen ein. Kindergartenplätze werden knapp und reichen nicht mehr für alle Kinder.
1992 Einweihung der vierten Gruppe  Die große altersgemischte Tagesstättengruppe für Kinder von 3 bis 14 Jahren, erhält einen großen Gruppenraum, Gruppennebenraum, Werkraum, Sanitärräume und den lang ersehnten Mitarbeiterraum.
Eltern, Mitarbeiter und Träger geben dem Kindergarten einen Namen. Bisher einfach Kindergarten III genannt, wird aus ihm der Bodelschwingh-Kindergarten. Für diesen Namen sprechen drei Gründe:
1. steht der Kindergarten in der Bodelschwinghstraße.
2. Der erste Kindergarten der Stiftung ev. Kindergärten in Lemgo wurde von Diakonissen aus Bethel geleitet. Der damalige Direktor der Diakonissenanstalt Sarepta war Friedrich von Bodelschwingh. Er unterschrieb die Verträge und Dienstordnungen, so auch zu. B. 1903. Es ist bekannt, dass ihm eine gute Ausbildung der Diakonissen für die damaligen Kinderbewahranstalten sehr am Herzen lag. In Bethel selbst richtete er eine eigene Kinderschule für Missionarskinder aus aller Welt, vor allem aus Afrika ein und schuf somit den ersten multikulturellen Kindergarten.
3. Der Name “Bodelschwingh-Kindergarten” soll uns auch immer daran erinnern, dass schon etliche Generationen vor uns Erfahrungen mit Kleinkinderziehung gesammelt haben, die auch heute noch wertvoll sind. Der Name soll aber auch bezeugen, dass die Erzieher dieses Kindergartens fest mit traditionellen, noch heute gültigen Erkenntnissen verwurzelt sind. Dadurch sind sie frei und unbelastet von Modetrends in der Erziehung und können die heutige Lebenssituation von Eltern und Kindern bewusst wahrnehmen und entsprechend handeln.
Mai 1995 Stiftungsfest: 150 Jahre Stiftung Ev. Kindergärten in Lemgo
1995 Kindertagesstätte “Wilde Wiese” (Träger St. Loyen) am Biesterberg wird eröffnet. Ein Teil der Mitarbeiter wechselt in die neue Einrichtung.
1997 – 2003 Bebauung am Freien Stuhl
2001 -2002 Für Flüchtlinge aus Bosnien, dem Kosovo, Iran, Irak, Syrien, Libanon, Georgien, usw. entstehen weitere Notunterkünfte. Zeitweise besuchen Kinder aus 15 unterschiedlichen Nationen den Kindergarten. Sprachförderung und Integration werden zur Schwerpunktarbeit.
2001 Der Kindergarten feiert sein 30jähriges Jubiläum mit einem Laternenumzug, einem Empfang im Gemeindehaus St. Marien und der Aufführung des Kleinen Häwelmanns von der Bielefelder Puppenbühne im EKG.
Durch die Ganztagsbetreuung und zunehmende Inanspruchnahme der Nachmittagsangebote fällt immer mehr die Enge der Räumlichkeiten auf. Die Turnhalle ist viel zu klein und dunkel, das Turnen findet in der Laubker Turnhalle statt. Das Flachdach ist undicht. Eltern und Mitarbeiter wenden sich mit der Bitte einer Raumerweiterung an den Träger. Die Bauplanungen beginnen.
2003 Der Kindergarten wird saniert und erweitert. Von den Osterferien bis zu den Sommerferien müssen Kinder und Mitarbeiter ausziehen. 2 Gruppen werden im Gemeindehaus St. Marien untergebracht, 2 Gruppen finden in der Südschule Unterschlupf.  Der Kindergarten wird um einen großen Turnraum aufgestockt, der Mitarbeiterraum wird zum Ruheraum, die bisherige Turnhalle zu einem hellen Mitarbeiterraum, zusätzlich wird noch ein Sanitär- und Hauswirtschaftsraum geschaffen. Am 6. Dez. werden die  neuen Räumlichkeiten mit einem Nikolausfest offiziell eingeweiht.
2004 Der Verein Alt Lemgo erstellt im Eingangsbereich des Kindergartens eine Sitzgruppe unter einer Linde. Der Stadtteiltreff  “Freier Stuhl” soll an das für Westfalen bedeutende “Freigericht zu Biest” im Mittelalter an dieser Stelle erinnern.
2005 Die Stadt Lemgo richtet an den Grundschulen die “Offene Ganztagsgrundschule” ein. Dadurch endet im Juli die Schulkindbetreuung in den Kindergärten.  Ab 1. August werden in der Regenbogengruppe 15 Kinder von4 Monaten bis 6 Jahren   in der “Kleinen Altersgemischten Tagesstättengruppe” betreut.
2006 Die Stiftung ev. Kindergärten in Lemgo hat in der Fürstin-Pauline-Stiftung einen Kooperationspartner gefunden. Die Geschäftsstelle in der Leopoldstrasse wird aufgelöst. Die Trägeraufgaben übernimmt die Fürstin-Pauline-Stiftung, die religionspädagogische Betreuung verbleibt bei den Partnergemeinden in Lemgo.
2007 Zertifizierung zum Familenzentrum NRW am 4 Juni 2007
2008 Zum 01.01.2008 tritt das KIBIZ- Kinderbildungsgesetz in Kraft
2010 Der Kindergarten wird um eine 5. Gruppe erweitert. Das Platzangebot für Kinder unter 3 steigt von 9 auf 28 Platze. Die gelbe und blaue Gruppe erhalten Nebenräume, die grüne Gruppe wird neu aufgebaut. Die Umbauarbeiten fanden während des laufemden Betriebes statt. Im September beginnt der Ausbau der Bodelschwinghstraße.
2011 Der Kindergarten feiert am 21. Oktober das 40jährige Jubliäum mit einem Laternenumzug und einer Aufführung der Lila Bühne in der Südschule.
2013 Zertifizierung zum Haus der kleinen Forscher
2014 Im Sommer 2014 wurden einige Spielgeräte im Garten mit Unterstützung der Eltern erneuert.