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Familienzentrum Bodelschwingh
Bodelschwinghstr. 17, 32657 Lemgo
Telefon: 05261 71640

Leitung:
Daniela Westhoff

Pädagogik

Grundlagen der pädagogischen Arbeit im Bodelschwingh-Kindergarten

  1. Stärkenorientiert

Wir legen Wert auf eine stärkenorientierte Beobachtung und Wahrnehmung des Kindes. Ein Kind das spürt, dass seine Interessen ernst genommen werden, fühlt sich akzeptiert und angenommen. Diese Akzeptanz gibt ihm Sicherheit, die Grundlage für sein Wohlbefinden ist.

Fühlt sich ein Kind sich wohl, so kann es seine individuellen Eigenschaften und Fähigkeiten entfalten.

Vorhandene Schwächen werden durch eine stärkenorientierte Wahrnehmung fast automatisch gefördert. Denn die Motivation in einem Gebiet seines Interesses ist so groß, dass es sich anstrengt, ein Ziel zu erreichen und nicht aufgibt, wenn es ihm Schwierigkeiten bereitet. So werden auch Tätigkeiten mit Freude eingeübt, die sonst nur ungern oder schwach ausgeführt werden.

  1. Inklusiv/integrativ

Das Kind wird in der Einrichtung individuell auf- und angenommen. Durch Gespräche mit den Sorgeberechtigten und während der Eingewöhnungsphase entsteht ein erster Eindruck über den Entwicklungsstand und eventuelle Förderbereiche.

Da die gemeinsame Erziehung und Betreuung behinderter und nicht behinderter Kinder als Bildungsaufgabe im KIBIZ festgeschrieben ist, sieht das pädagogische Personal sich in der Verantwortung dem Förderbedarf individuell gerecht zu werden.

  1. Offen

“Offene Arbeit” bedeutet bei uns, dass wir den Kindern gruppenübergreifend ein umfangreiches Angebot aus verschiedenen Bereichen anbieten. Wir nutzen das bestehende Raumangebot des Kindergartens optimal aus. Zusätzlich bekommen die Kinder so Gelegenheit ihr Spiel zu organisieren und Entscheidungen zu treffen, wie z.B. mit wem oder wo sie spielen möchten. Hierfür haben wir ein ganz eigenes Konzept entwickelt.

  1. Christlich

Wertschätzung, Rücksichtnahme, Toleranz, usw. vermitteln wir im täglichen Umgang miteinander. Anderen Religionen und Kulturen begegnen wir offen. Gebete, Lieder und biblische Geschichten begleiten uns durch das ganze Jahr. Unsere Partnergemeinde ist die Kirchengemeinde St. Marien.

  1. Partizipativ

Die positive Grundhaltung der Erzieher/innen bildet in unserer Einrichtung die Grundlage für pädagogisches Handeln. In dieser Lebenswelt gestalten und bestimmen die Kinder mit, sie werden somit in ihrer Eigenverantwortlichkeit gestärkt und entwickeln ein Gemeinschaftsgefühl. Durch die aktive Beteiligung werden die Kinder befähigt, sich mit anderen Kindern zu verständigen und ihre Ideen alleine oder gemeinsam mit anderen zu verwirklichen.

 

 

Natur- und Umweltbegegnung

Der Hektik unserer hoch technisierten Welt steht die natürliche Ruhe der Natur gegenüber!

Wir gehen auf “Tuchfühlung” mit der Natur. Besonders auf unserem großzügigen, naturnahen Außengelände spielt sich eine Menge ab: In dem alten Baum- und Strauchbestand gibt es viele Rückzugs- und Klettermöglichkeiten außerhalb der vorgefertigten Spielgeräte. Die Kinder der Einrichtung können das Außengelände bei jedem Wetter nutzen.

Durch aktive Zusammenarbeit von Erziehern, Eltern, Kindern und Landschaftsgärtnern erhalten wir uns ein Stück Natur zum Anfassen und Begreifen.

Diese Projekte haben wir realisiert:

  • Die Garten-AG hat Weidentippis und kleine Zäune gebaut.
  • Blumen- und Staudenbeete wurden mit niedrigen Trockenmauern eingefasst.
  • Eine neue Klettermöglichkeit finden die Kinder auf einem zurecht geschnittenen, umgestürzten Baum.
  • Auf unserer Obstwiese haben wir neue Bäume angepflanzt.
  • Die Kompostierung wurde in Gang gebracht.
  • Durch den Garten konnte ein Fahrweg für Roller und Dreiräder verlegt werden

Bei allen Aktionen sind die Kinder mit einbezogen. Sie lernen die Natur zu verstehen und zu begreifen. Denn nur was Kinder begreifen und verstehen, können sie auch schützen und erhalten.

Sprachförderung für Kinder im Vorschulalter

Es gibt viele und vielschichtige Gründe, die dazu führen können, dass sich die Sprache eines Kindes nur schlecht entwickelt. Doch indem wir sie uns immer wieder bewusst machen, schaffen wir uns bereits eine Basis auf der wir aufbauen und helfen können.
Innerhalb unserer Einrichtung bieten wir Sprachförderung in verschiedenen Bereichen an:

Wortschatzerweiterung

Man schätzt, dass ein Wort etwa 40 mal gehört werden muss, bis es in den Sprachschatz des Kindes übergeht, bis das Kind begreift, dass das Klangbild “Ball” für das runde, bunte Ding steht. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache bieten wir Kleingruppenarbeit mit folgenden Inhalten an:

  • Rollenspiele
  • Sing- und Bewegungsspiele
  • Geschichten hören, nach- und weitererzählen
  • Ausdruck von Erlebtem in Wort und Bild

Erkennen von Sprachstörungen und sprachtherapeutisch unterstützende Förderung

Manche Kinder können, ohne dass dieses mit einer Entwicklungsverzögerung zu erklären wäre, bestimmte Laute nicht sprechen. Durch gezieltes Beobachten, können wir solche Auffälligkeiten gut erkennen und dann in Zusammenarbeit mit Eltern und Logopäden dem Kind helfen, durch:

  • Korrektes Wiederholen des Gesprochenen und nicht verbessern
  • sprechen in Versformen
  • Fingerspiele
  • Übungen zur Lautbildung, z. B. Watte pusten

Wir pflegen eine enge Kooperation mit der Sprachheilberatung des Kreises Lippe. Die Kolleginnen kommen zu Elternabenden und individuellen Beratungen in den Kindergarten.

Kreativgruppe

Praktische Kreativität und Künstlerische Kreativität

Jedes Kind hat ein bestimmtes Maß an kreativen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Wie sich das Kreativitätspotential entwickelt, ist abhängig vom sozialen Umfeld wie: Familien- und Wohnsituation, Geschwister, Großeltern, usw., welche die Entwicklung beeinflussen.

Wir haben beobachtet, dass spezielle kreative Projekte mit einer Kleingruppe im Vormittagsbereich zu kurz kommen. Daraus hat sich eine Sammlung ergeben, z.B. Seidenmalerei, Umgang mit dem Fotoapparat, Arbeiten mit Ton, u.s.w.

Unser Ziel mit der kreativen Gruppe ist, den Kindern vielfältige Möglichkeiten des Umgangs mit verschiedenen Materialien anzubieten. Die künstliche Kreativität weckt die Neugierde, an Dinge heranzugehen und ermöglicht den Kindern neue Lernschritte für ihre alltägliche Lebensbewältigung. Uns ist wichtig, dass die Kinder auch eigene Wege der Materialerfahrung finden. Seit Januar 2019 haben wir ein Malatelier im Kindergarten eingerichtet.

Medienbildung

Medien sind ein fester Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Sie gehören in der heutigen Zeit zum Alltag der Familien und sind damit auch Thema in der Kindertageseinrichtung.

Für den Umgang mit Medien sind für uns drei Ansätze von Bedeutung:

Kritischer Ansatz: Kinder sollen über Aufklärung skeptisch gegenüber den Medien mit ihren Manipulationsabsichten gemacht werden.

Kompetenzorientierter Ansatz: Kinder sollen Kompetenzen im Umgang mit den Medien erlernen. Sie sollen so fähig werden, z. B. Fernsehsendungen sinnvoll auszusuchen.

Kindzentrierter Ansatz: Die Themen der Kinder innerhalb der Mediennutzung mit ihren dahinterstehenden Bedürfnissen sollen zum Thema gemacht werden. Ziel ist, dass Kinder Medien entsprechend ihrer Entwicklung und ihrer Bedürfnisse gut nutzen können.

Ziele der Medienbildung

  • Medienerfahrungen reflektieren und bearbeiten
  • Anregung der Wahrnehmung, besonders Hören und Sehen
  • einen angemessenen, altersgerechten, kritischen und selbstbestimmten Umgang mit Medien entwickeln
  • aktive Arbeit mit Medien

Projektbeispiele: Fotoapparat, PC, CD-Player, Zeitung

Bewegungserziehung

Spiel und Spaß in der Turnhalle

Bewegung und Spaß gehören zu den elementaren kindlichen Bedürfnissen und Betätigungsformen. Der Bewegungsdrang ist allen Kindern angeboren und einer der entscheidenden Entwicklungsfaktoren in den ersten sechs Lebensjahren.

Die gesundheitsbedrohende Wirkung des bewegungsarmen Lebens in unserer Gesellschaft ist wissenschaftlich belegt (beengte Wohnverhältnisse, schwer erreichbare Spielplätze, lärmempfindliche Wohnumgebung, Fernseher, Computer…).

Eine Integration von Bewegung in das Lebenskonzept der Kinder ist daher dringend erforderlich.

Allgemeine Grundformen der Bewegung sind z. B. gehen, laufen, springen, klettern, schieben, rollen, ziehen und werfen. Kinder setzen sich über die Bewegung mit ihrem Körper und ihrer Person, mit ihren Mitmenschen, mit Raum und Materialien auseinander. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten in den ersten Lebensjahren ist abhängig von den Gelegenheiten des Kindes, sie zu üben und zu festigen.

Bewegungs- und Sinneserfahrungen sind die Basis jeder frühkindlichen Erziehung und müssen deshalb jederzeit im Alltagsleben des Kindergartens berücksichtigt werden. Bewegung als Lebens- und Lernform im Alltag der Kinder hat das Ziel, dem Bewegungsdrang entgegenzukommen und das Bewegungsbedürfnis durch Spiel- und Sportangebote zu befriedigen.

Motorische Fähig- und Fertigkeiten werden erweitert und verbessert durch Fingerspiele, Schaukeln, Seilspringen und Balancieren und durch Umsetzen von Phantasiegeschichten in Handlung und Bewegung.

Bewegung als ganzheitliches Medium berücksichtigt auch allgemeine Erziehungsziele wie:

  • selbständiges Handeln
  • Aufbau von Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung
  • Fähigkeit zur Kommunikation und sozialem Handeln
  • Förderung der Lernbereitschaft, Ausdauer und Konzentration

 

Kunst- und Musikschule

1989 entwickelte die Kunst- und Musikpädagogin Kerstin Tieste das Konzept der Integrativen Kunst- und Musikschulen für Kinder. Besonders ist die Form der ganzheitlichen, spielerischen Musik- und Kunstpädagogik, die inzwischen in vielen Einrichtungen Anklang gefunden hat und sich somit eine enge Zusammenarbeit zwischen den Tageseinrichtungen für Kinder und den Integrativen Kunst- und Musikschulen in mehreren Bundesländern entwickelt hat.

Das Konzept hat die Schwerpunkte Kunst und Musik, aber auch Bewegung, Theater, Spiel und Natur sind tragende Elemente unseres Unterrichtes. Die Kinder werden auf spielerische Art und Weise an die Themen herangeführt, Erlebnisfreude leitet das Lernen. So kann das Kind auf breiter Basis eine individuelle Ausdrucksform entwickeln und muss nicht heute zum Malen, morgen zum Tanzen und übermorgen zum Musikunterricht.

Im Bodelschwingh-Kindergarten in Lemgo begann der Unterricht im August 1999. Seitdem treffen sich die Kinder einmal wöchentlich zur Kunst- und Musikstunde im Kindergarten und erleben dort, wie aus der “wilden Berta” die “milde Berta” wird, oder dass das langsame Tempo der kleinen Schnecke “Largo” auch Vorteile bieten kann. Sie lernen hohe und tiefe Töne unterscheiden und wissen nach der “Fische-Stunde”, wie man Farben zum Leuchten bringt. Na, schon neugierig geworden? Die Kinder der Kunst- und Musikschule treffen sich immer montags von 10.00 bis 12.00 Uhr im Bewegungsraum des Kindergartens.

Wer noch mehr wissen möchte ruft einfach an:

Integrative Kunst- und Musikschule Lippe
Beate Schröer
Brede-Ring 12
32694 Dörentrup

Tel. 05263-99 0 80
Fax 05263-99 0 81

ikmlippe@t-online.de
www.ikm-online.net

Haus der kleinen Forscher

Die Initiative „Haus der kleinen Forscher“ gibt uns als Kindergarten die Möglichkeit, auf spielerisch Weise die Begeisterung der Kinder an naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Vorgängen zu fördern. Kinder wollen die Welt mit all ihren Faszinationen entdecken.

Durch Experimente und Ausprobieren lernen sie die Rätsel unserer Erde spielerisch zu verstehen. Ideen und Vorgehensweisen werden gemeinsam miteinander erarbeitet und untereinander ausgetauscht. Die Phänomene entstammen der kindlichen Lebenswelt und werden in komplexe Zusammenhänge eingebettet.

Die anschließende Dokumentation der Aktivität unterstützt den Lernprozess der Kinder: Es werden Bilder gemalt und Fotos gemacht, darüber hinaus erfolgt ein reger Austausch über das Erlebte.

Aus der Einrichtung nehmen regelmäßig Erzieher/innen an Workshops zu naturwissenschaftlichen Themen teil. In regelmäßigen Abständen werden in allen Gruppen mit den Kindern von 2-6 Jahren Angebote durchgeführt.

Materialien für das Experimentieren befinden sich unter der Treppe in der Eingangshalle in unserem „Treppenlabor“, zum Beispiel Lupen, Deckel, Folien, Pipetten, Gläser, Strohhalme, Flaschen u.v.m.

Das großzügige und vielfältige Außengelände gibt zudem vielerlei Möglichkeiten die verschiedenen Bereiche der Naturwissenschaften zu entdecken: Barfußpfad mit unterschiedlichen Materialien, Insektenhotel, Vogelnistkästen, Waldbude, Matschanlage, Bewegungsbaustelle (verschiedene Hölzer, Latten, Gerüst), Laubsammelstelle, Wassertisch und vieles mehr.

 

Toni singt

„Toni singt“ ist die größte landesweite Bildungsinitiative mit dem Ziel, das Singen wieder stärker in die Familien und die Gesellschaft einzubringen. Die Idee dazu hatte der Chorverband NRW e.V. „Toni singt“ hat ein einzigartiges musikpädagogisches Konzept. Hier wird nicht nur miteinander gesungen, auch die kindgerechte Stimmbildung und eine gesunde Stimmentwicklung stehen im Mittelpunkt. „Toni singt“ wird bei uns alltagintegriert durchgeführt. Als hauptsächliches Werkzeug dient der eigene Körper. Die Hinzunahme von Instrumenten, Materialien und Bewegungen sind im Elementarbereich aber durchaus sinnvoll und wünschenswert.

Singen ist Lernen, fördert die Sprachentwicklung, die Konzentration, die motorische Entwicklung und soziale Kompetenzen. Singen macht Spaß!